Merkblatt
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Was ist Mobbing?
In der Fachwelt spricht man von Mobbing, wenn eine Person oder eine Gruppe wiederholt und über eine längere Zeitspanne die Würde eines anderen Menschen verletzt (Anhaltspunkte: ca.einmal pro Woche über mind. etwa sechs Monate). Dies geschieht, indem das Opfer schikaniert, übergangen, abgewertet, beleidigt oder schlicht ignoriert wird. Klar zu unterscheiden sind die Begriffe Mobbing und Konflikt, denn Konflikte entstehen überall dort, wo Menschen miteinander zu tun haben. Konflikte sind deshalb unvermeidlich und alltäglich. Werden ernsthafte und andauernde Konflikte jedoch nicht frühzeitig erkannt oder gelöst, können sie sich zu Mobbing weiterentwickeln. Aber aufgepasst: Nicht hinter jeder Auseinandersetzung, nicht hinter jeder Kritik verbirgt sich tatsächlich ein gezieltes Mobbing.
Wer mobbt ?
Vorgesetzte, Untergebene und/oder Mitangestellte
Wer sind die Betroffenen ?
Vorgesetzte und Mitarbeitende, Frauen und Männer, unabhängig von Alter, Zivilstand, äusserer Erscheinung, Bildungshintergrund oder beruflicher Position.
Welches sind typische Mobbing-Handlungen ?
- Blossstellungen, abschätzige Bemerkungen, Sticheleien
- Anschreien und lautes Schimpfen - Ignorieren, wie „Luft“ behandeln - Kontaktverweigerung - Abschätzige Blicke oder Gesten - Infos werden vorenthalten - Gerüchte verbreiten, über jemanden schlecht reden Folgen von Mobbing für die Betroffenen
Folgen von Mobbing für den Arbeitgeber/ die Arbeitgeberin - Verschlechterung des Betriebsklimas - Nachlassen der Kreativität und der Einsatzbereitschaft - Produktivitätsverlust - Erhöhte Betriebskosten durch Absenzen, innere Kündigung und Fluktuation - Wettbewerbsnachteile durch Produktivitätseinbrüche und Qualitätsminderung Folgen von Mobbing für die Gesellschaft - Verrohung des zwischenmenschlichen Umganges - Rechtsbrüche und Verlust des Vertrauens in den Rechtsstaat - Schädigung der Volkswirtschaft durch Schäden für die Betriebe - Erhöhte Ausgaben der Kranken-, Arbeitslosen- und IV-Versicherung Gegenmassnahmen auf persönlicher Ebene - Moralischen und persönlichen Rückhalt suchen - Jede Art von Uebergriff protokollieren - Gespräche mit ArbeitskollegInnen und/oder Vorgesetzten führen - Problematik thematisieren, Täter auf ihr Verhalten ansprechen - Mobbing-Beratungsstelle aufsuchen - Selbsthilfegruppe beitreten - Arzt konsultieren - Rechtsberatung aufsuchen Gegenmassnahmen auf betrieblicher Ebene
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